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Wild und Vielfältig - Cittaslow-Aktionstag in Bischofsheim

 

Jagdhornbläser in Aktion

Mit einem Konzert der Jagdhornbläsergruppe Rhön wurde der Cittaslow-Aktionstag in Bischofsheim offiziell eröffnet und Bürgermeister Udo Baumann freute sich über ein voll gepacktes dreistündiges Programm, das dem Motto „wild und vielfältig“ in jeder Weise gerecht wurde.

Lebenswerte Stadt

Seit 2012 ist die Stadt Bischofsheim Mitglied bei cittaslow, der internationalen Vereinigung der lebenswerten Städte. Eine Cittaslow-Stadt, sei eine Stadt, „ in der Menschen leben, die neugierig auf die wieder gefundene Zeit sind, die reich an Plätzen, Theatern, Geschäften, Cafés, Restaurants, Orten voller Geist, ursprünglichen Landschaften, faszinierender Handwerkskunst, so der Mensch noch das Langsame anerkennt, den Wechsel der Jahreszeiten, die Echtheit der Produkte und die Spontanität der Bräuche genießt, den Geschmack und die Gesundheit achtet... Wenn nicht auf Bischofsheim auf welche Stadt sonst trifft dies Beschreibung zu?“, fragte der Bürgermeister in die Runde und bekam rundweg Unterstützung und Zustimmung. Die Stadt Bischofsheim erfülle alle Kriterien: eine nachhaltige Umweltpolitik, eine charakteristische Stadtstruktur, Gastfreundschaft, Kultur und Tradition, eine typische Kulturlandschaft, regionale Produkte und Märkte sowie regionale Identität.  12 Städte aus Deutschland gehören der Vereinigung an, die in 25 Ländern weltweit vertreten sei und insgesamt 150 Mitglieder habe.

Beispielhafte Sanierungsbeispiele der Kreuzbergallianz

In den Ausstellungen, Vorträgen und kulinarischen Beiträgen konnten sich die Besucher ein Bild von der Vielfältigkeit Bischofsheims machen. Ausstellungen über die Arbeit des Hegerings, aus der Hauswirtschaftsschaftsschule zum Thema Lebensmittelwertschätzung, über den Schnitz-Stand-Ort Rhön und mit beispielhaften Sanierungsobjekten aus der Kreuzbergallianz gaben Aufschluss und informierten über ganz unterschiedliche Themenbereiche.

Böschemer Wildwochen

Einmal im Jahr werde der Cittaslow-Sonntag gefeiert. Der Herbsttermin bot sich für den Organisator, Bischofsheims Tourismusreferent Gerhard Nägler an, in diesem Jahr das Thema Jagd in den Vordergrund zu rücken.   Zugleich war es die Eröffnung der „Böschemer Wildwochen“, die vom 4. bis 25. Oktober in acht Bischofsheimer Gastronomiebetrieben stattfindet. Die Extrabroschüre zu den Angeboten in den Wildwochen gibt es in der Tourist-Information in Bischofsheim.

Wildbratwurst und Hegegemeinschaft

Im Rentamthof grillte Gastronom und Dachmarken-Mitglied Matthias Klug vom Gasthof „Zum Löwen“ in Unterweißenbrunn unter anderem Wildbratwurst. Außerdem gab es weitere Wild-Köstlichkeiten zu verkosten.

Thomas Schmitt, Vorsitzender der Kreisgruppe Bad Neustadt im Bayerischen Jagdverband, nutzte die Gelegenheit um die neu gewählten Vorsitzenden der Hegegemeinschaft Bischofsheim Helga Garrel und Aribert Martin vorzustellen und seine Glückwünsche zu überbringen. Für die Jäger war der Cittaslow-Aktionstag in Bischofsheim auch eine Möglichkeit, sich mit ihrer Arbeit zu präsentieren und Kontakte zu Gastronomen und Privatpersonen zu knüpfen, denn als Wildbret-Lieferanten stehen sie für Qualität aus heimischen Wäldern.

Lebensraumverbesserung und Biotoppflege

Mit „Wild & vielfältig“ sei bewusst ein Motto gewählt worden, das über die Jagd hinausreiche, erklärte Nägler, denn Vielfältigkeit sei das was eine Cittaslow-Gemeinde ausmache. Doch zunächst ging es in den Vorträgen noch einmal um die Jagd. Der Berufsjäger der Wildlandstiftung Christoph Lintow sprach über die Vielfältigkeit der Jagd, über Lebensraumverbesserung und Biotoppflege, um die Leitart der Rhön, das Birkwild zu erhalten. Um den Bestand von derzeit rund 20 Tieren zu stabilisieren seien weitere Auswilderungen von schwedischen Birkhühnern geplant.

Bischofsheim das Biosphärenreservat im Kleinen

„Wir haben in Bischofsheim von dem was das Biosphärenreservat Rhön ausmacht eine ganze Menge. Bischofsheim ist das Biosphärenreservat im Kleinen.“ Michael Geier, der Leiter der bayerischen Biosphärenreservatsverwaltungsstelle zeigte die besondere Stellung auf, die Bischofsheim im Biosphärenreservat einnehme. Fast waldfreie Berge, Heckenlandschaften, Wald, Fels und Basaltblockhalden, Quellen und Bäche, Grünland, Acker, Streuobstwiesen und Steinbrüche – das alles habe Bischofsheim mit einer beeindruckenden Artenvielfalt vorzuweisen.

Innerortsbereiche stärken

Und schließlich lud Dr. Christian Seynstahl, Innenentwicklungsberater der Kreuzbergallianz dazu ein, den Blick nach „innen“ zu richten, auf die Potentiale an Bauland, Immobilien, Fördermöglichkeiten und Beratungsleistungen in der Kreuzbergallianz. Anhand griffiger Beispiele zeigte er die Folgen des Demographischen Wandels und der Notwendigkeit auf, die Innerortsbereiche von Gemeinden zu stärken und „in Wert zu setzen“. Damit werde nicht nur der Immobilienwert erhöht, sondern auch das Image der Altorte, die doch die Visitenkarte einer Gemeinde seien. In der Ausstellung wurden Beispiele von gelungene Sanierungen aufgezeigt, wie das Geschäftshaus Schonder am Marktplatz oder die Sanierung des Privatanwesen Roßhirt in der Schwedenstraße.

 

Ein Bilderquerschnitt vom Cittaslow-Aktionstag in Bischofsheim
 

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Kreuzbergallianz
Kirchplatz 4
97653 Bischofsheim a. d. Rhön